27-29.01.2009, Lipsk/Niemcy, Terratec / enertec

Vom 27. bis 29. Januar 2009 fand in Leipzig die Internationale Fachmesse für Umwelttechnik und Dienstleistungen TerraTec sowie die Internationale Fachmesse für Energie enertec statt. Als eine der bekanntesten internationalen Fachveranstaltungen der Energie- und Umweltschutzbranche steht diese Messe im Blickpunkt von Unternehmen und Institutionen aus Ost- und Mitteleuropa. Im Rahmen der Messe fanden zahlreiche Fachveranstaltungen und Konferenzen statt, deren Ziel in der Auseinandersetzung mit wesentlichen Fragen, innovativen Produkten und Entwicklungstendenzen aus verschiedenen Umweltschutzbereichen bestand. Dazu gehörte auch das Deutsch-Polnische Energie- und Umweltschutzforum, welches am 27.01.2009 gemeinsam von der DREBERIS GmbH aus Dresden und der Targi Lipskie Polska Sp. z o.o. aus Warschau (Niederlassung der Leipziger Messe in Polen) veranstaltet wurde.

Die Teilnehmer wurden von Herrn Friedrich Czambor, DREBERIS GmbH sowie von Herrn Tomasz Urbański, dem  Botschaftssekretär der Botschaft der Republik Polen in Berlin, Abteilung für Handel und Investitionen, begrüßt.

Der erste Teil des Forums „Energieeinsparung in Gebäuden – Lösungsstrategien und Erfahrungswerte aus Deutschland und Polen“ wurde durch den Vortrag von Herrn Dr.-Ing. Ernst Krömer, Geschäftsführer der Energieagentur Sachsen-Anhalt, zu möglichen Strategien für die Steigerung der Energieeffizienz von Gebäuden, eröffnet. Den Fragen zur Einführung des europäischen EPBD-Gesetzes und dessen Konsequenzen für den polnischen Wohnungsmarkt ging Herr Jerzy Żurawski, Geschäftsführer der Niederschlesischen Agentur für Energie und Umwelt, nach. Die Präsentation von Herrn Rainer Löhnert, Vorstand der Wohnungsbau-Genossenschaft Kontakt e. G., befasste sich in erster Linie mit den praktischen Aspekten der Projektrealisierung bei der energetischen Sanierung von Wohngebäuden. Herr Tomasz Piętka, Direktor der Marketingabteilung des Wärmeunternehmens aus Oppeln (Energetyka Cieplna Opolszczyzny), beleuchtete wiederum die Frage nach der Durchführung von energetischer Modernisierung in Polen aus der Sichtweise eines Wärmeversorgungsunternehmens. Herr Lutz Dittmann von der Berliner Energieagentur GmbH stellte im weiteren Verlauf des Forums das Thema des Energieeinsparcontractings und die so erzielbaren Kostensenkungspotentiale dar. Zum Abschluss des ersten Teils berichtete Herr Kazimierz Korpowski, Geschäftsführer des Vereins der Immobilienverwalter der Wojewodschaft Lubuskie, von den Erfahrungen polnischer Wohneigentümer bei energetischen Sanierungen. 

Das Thema „Mechanisch-biologische und thermische Abfallverarbeitung – Erfahrungsberichte aus Deutschland, wirtschaftlich-rechtliche Bedingungen in Polen“ stand im Zentrum des zweiten Teils der Konferenz, der sich mit den Schlüsselaspekten von dezentralen Lösungen in der Abfallwirtschaft befasste. Die Möglichkeiten der mechanisch-biologischen Abfallverarbeitung stellte Herr Holger Bauerfeind, Generaldirektor des Zweckverbands Abfallwirtschaft Westsachsen, vor. Die Problematik der wirtschaftlich-rechtlichen Bedingungen beim Bau von Abfallrückgewinnungsanlagen erläuterte anschließend Frau Anna Specht-Schampera, Rechtsanwältin der Kanzlei Schampera, Dubis, Zając i Wspólnicy. Das abschließende Referat von Herrn Grzegorz Banakiewicz vom Center for Technology Transfer in Breslau befasste sich mit der Gewinnung neuer Technologielösungen in der Abfallwirtschaft.

Am folgenden Tag wurde interessierten Teilnehmern im Rahmen einer Exkursion die moderne mechanisch-biologische Abfallbehandlungsanlage der Zentraldeponie Cröbern vorgestellt. 

Während des Treffens präsentierten die Experten den Teilnehmern eine Reihe von interessanten Vorträgen, die gleichzeitig Basis für zahlreiche Diskussionen waren. Es wurden sowohl Probleme und aktuelle Schwierigkeiten als auch Möglichkeiten und Entwicklungsperspektiven im Energie- und Umweltschutzbereich dargestellt.

Der Erfahrungsaustausch zwischen polnischen und deutschen Partnern sowie die Anbahnung von neuen Kontakten für grenzüberschreitende Projektansätze in diesem Bereich wurden anschließend beim Empfang der polnischen Botschaft auf dem polnischen Gemeinschaftsstand fortgesetzt.