24.02.2009, Sofia/Bulgarien „Wasserwirtschaft in Bulgarien“

Konferenz „Konzeption für ein Bildungszentrum der Wasserwirtschaft in Bulgarien” in Sofia

Am 24. Februar 2009 fand die internationale Konferenz „Konzeption für ein Bildungszentrum der Wasserwirtschaft in Bulgarien” in Sofia, Bulgarien, statt.

Im Rahmen der Konferenz wurde das Projekt „Konzeption für ein Bildungszentrum der Wasserwirtschaft zum Einsatz umweltfreundlicher Technologien mit dem Ziel des deutschen Know-how-Transfers in Sofia/Bulgarien“ vorgestellt. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und durch das Umweltbundesamt.

Als Teilnehmer waren Vertreter der Wasserver- und Entsorgungsunternehmen in Bulgarien (WiK) und der kommunalen Verwaltungen eingeladen. Die Herren Dr. Paskalev und Dr. Mihailov  von der bulgarische Wasserassoziation (BWA) stellten sich als Moderatoren für die Auftaktkonferenz zu Verfügung.

Auf bulgarischer Seite konnte die bulgarische Wasserassoziation (BWA) als Hauptpartner für das Projekt gewonnen werden. Der Präsidenten der BWA, Herrn Nikolov stellte die  ersten Ansätze zu dessen gemeinsamer Durchführung vor.  
Darüber hinaus ist es gelungen die politische Unterstützung der Vizepremierministerin, Frau Plugtschieva,  für das Projekt zu sichern und dies durch ihre Teilnahme an der Auftaktkonferenz zu demonstrieren.

Herr Mihalevski, der stellvertretende Minister für regionale Entwicklung und Bauwirtschaft, sicherte während eines Gespräches seine Unterstützung zu und trat als Redner auf der Auftaktkonferenz auf. Eine weitere wichtige Ebene stellt der bulgarische Städte- und Gemeindetag dar. Es ist gelungen, diesen für eine aktive Teilnahme am Projekt zu begeistern. Die Präsidentin des Städte- und Gemeindetages, Frau Tschavdarowa, nahm ebenfalls als Rednerin an der Auftaktkonferenz teil. Während der Auftaktkonferenz hat auch Doz. Modev (Dekan der Fakultät für Wasserwirtschaft an der Universität Sofia), der sich ebenfalls mit Bildungsthemen auseinandersetzt, die Wichtigkeit des Projektes betont.

Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e. V. (DWA) entsandte zur Auftaktkonferenz Herrn Köstner, Leiter der Fachgruppe Südosteuropa. In seiner Funktion bei der DWA ist er auch für Fort- und Weiterbildungsfragen zuständig und verfügt über Erfahrungen zu einem ähnlich gelagerten Projekt in Rumänien. Hierzu berichtete er im Rahmen der Auftaktkonferenz. Ein weiterer wichtiger Partner im Vorfeld und bei der Durchführung der Auftaktkonferenz war German Water Partnership (GWP). Über das hier vorhandene Netzwerk wurden deutsche Unternehmen angesprochen, bei diesem Projekt mitzuwirken. Einige Unternehmen waren kurzfristig bereit, ihre internationalen Erfahrungen, insbesondere in Bulgarien, auf der Auftaktkonferenz vorzustellen. Sie vermittelten einerseits ihr Know-How und andererseits zeigten sie Themenkreise auf, zu denen Schulungsbedarf besteht  Zu den deutschen Unternehmen, die auf der Auftaktkonferenz vertreten waren, gehören die G.U.B. AG, die Hochtief Construction AG, WE-Consult und die SIV.AG. Die deutschen Unternehmen machten deutlich, dass sie das Projekt befürworten und sicherten ihre dauerhafte Zusammenarbeit und Unterstützung für das künftige Bildungszentrum zu.  

Ein wichtiges Signal für die bulgarischen Partner stellte der Beitrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit  dar. Dr. Bass unterstrich die Bedeutung des Projektes für den gesamten Umweltsektor und betonte die erfolgreiche Zusammenarbeit beider Länder auf der Ebene der Umweltministerien.

Die am Ende der Auftaktkonferenz durchgeführte Diskussion wies die Verantwortlichen auf den großen Aus- und Fortbildungsbedarf im Wasserbereich hin.